Übersetzerkram

Gestern war ein Teil unseres Kurses zu Besuch bei einem Literaturübersetzer. Er hat das verwirklicht, was ich selbst als mögliches Modell für meine Zukunft im Kopf habe: sich in einen kleinen Ort in der Nähe der Berge zurückziehen, eine hübsche Dachwohnung mit hoher Decke und gemütlichen Holzmöbeln beziehen und sie mit Büchern, Bildbänden und Lexika bestücken. (Ja, manchmal zieht es mich schon zu diesem einsamen Leben hin, aber was sage ich – eigentlich lebe ich auch jetzt schon teilweise so, sehe den ganzen Tag lang keinen Menschen außer meinem Wolf.)
Man hatte uns zuvor gewarnt, dass er sich gerne verplaudert, und genau das ist dann auch passiert: Nach ein paar Sätzen zum Berufsleben lenkte er das Gespräch prompt auf ein eher heikles Thema: von ihm verachtete Kollegen. Zu unserer Überraschung erwähnte er auch recht prominente Namen – unter anderem auf den Schriftsteller und (Amateur-)Übersetzer Peter Handke. Der hatte in einem Roman den Ausdruck “ to be pleased as Punch“ (sich freuen wie ein Schneekönig) doch tatsächlich mit „vergnügungsbestimmt wie eine Flasche Schaumwein“ übersetzt. Da ist mit dem Guten wohl mal wieder die Phantasie durchgegangen.

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