Menschen meiner Sorte…

…leben in einer Art Vergangenheit, es zieht uns unaufhörlich rückwärts statt vorwärts. Das heißt, wir bewegen uns natürlich vorwärts, aber mehr wie ein Fisch, der widerwillig am Haken gezerrt wird, während sich in ihm alles nach der Tiefe sehnt.

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Veröffentlicht in Leben

2 Gedanken zu “Menschen meiner Sorte…

  1. Uns aus der Vergangenheit beseelen oder die Gegenwart wie leere Seiten nehmen wie sie kommt oder der Gegenwart aus Vergangenheit oder aus Zukunft oder aus Vergangenheit und Zukunft Leben einhauchen oder ziellos oder gezielt in die Zukunft hineinleben. Am Scheideweg stehen wir und lassen das Vergangene und die Zukunft auf uns wirken und können aus beidem nehmen. Aber was nehmen und was verschmähen und dies von Stunde zu Stunde, die uns eine gute oder schlechte Stunde werden kann. Wir können – unterbrochen von den Alltagsanforderungen – die Gegenwart nur schwer steuern. Aber wir können auf die Vergangenheit gezielt zugreifen während wir in die Zukunft nur gezielt purzeln können. Sicherheit und Unsicherheit wie Beeinflussbarkeit und Unbeeinflussbarkeit zerren an uns. Nur wohin ? Und was entspräche uns ? Welche Tiefe ersehnen wir, wenn nur wenig so tief sein kann wie wir sind ? Sehnen ist in unserer Tiefe wie Nebel, den wir auf die Dinge – und Zeiten – sprühen wollen. Welche Dinge rufen nach Nebel ? Nach welchen Dingen rufen wir aus dem tiefen Nebel ? Und wie rufen wir aus dem Nebel während wir am Haken hängen ? Und wie besprühen und verbiegen wir ihn ?

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  2. „Welche Tiefe ersehnen wir, wenn nur wenig so tief sein kann wie wir sind ?“ Eine gute Frage, die ich mir auch immer stelle. Der Mensch (na gut: nicht alle Menschen…) ist ein Konglomerat von Stimmungen, die ihm nicht nur Tiefe verleihen, sondern in diesem tiefen Wasser auch noch wild durcheinander wirbeln. Ein einzelnes Kunstwerk kann diese verschiedenen Stimmungen meist gar nicht wiedergeben, muss sich auf eine oder ein paar beschränken und kann deshalb immer nur einen Teil von uns ansprechen. Die meisten Kunstwerke müssen also für uns „unbefriedigend“ bleiben. Nur manche schaffen es, zumindest einen „Zipfel“ dieser Unendlichkeit zu erhaschen, zum Beispiel manche Musikstücke – oder auch Träume.

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