C is for…

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Das erste, wonach Stephen Fry süchtig wird, ist Zucker. So sehr, dass er sogar Süßigkeiten aus den Zimmern und Jackentaschen seiner Mitschüler im Internat stiehlt. Seine Suchtkarriere führt ihn weiter zu „Cigarettes“ und durch die wilden Jahre seiner späten Jugend, bis er plötzlich von einem vernünftigeren „C“ besessen ist: Cambridge. Frys Autobiographie gibt dem Leser einen guten Eindruck davon, wie es an den Eliteunis Englands wirklich zugeht (auch wenn sich das auch schon wieder ein wenig geändert haben mag). Die drei Credos für Geisteswissenschaftler lauten:
1. Vorlesungen und Seminare sind langweilig. Mach nur die, die du unbedingt brauchst, um durchzukommen, und verbring den Rest deiner Zeit in Schachklubs, in Theater-Klubs und auf Hauspartys.
2. Überlege dir eine literarische Theorie (bevorzugt zum Thema Shakespeare) und wende diese – natürlich jeweils ein wenig angepasst – bei allen Fragen in der Prüfung an!
3. Oxford bringt zwar die warmherzigen Charaktere hervor, Cambridge dafür aber die cleveren und intellektuellen. Auf jeden Fall stinkt Oxford gegen Cambridge ab!
Fry betrachtet diese Credos jedoch durchaus kritisch. Er ist sich dessen bewusst, dass er für einen English major mehr literarisches Wissen besitzen könnte; manchmal kommt er sich wie ein Hochstapler vor. Nur in einen Bereich scheint er von Anfang an hineinzupassen – das nächste „C“ in seiner Reihe von Süchten: Comedy. Bei den Cambridge Footlights trifft er unter anderem Emma Thompson und Hugh Laurie, mit dem er später die Serien „A Bit of Fry and Laurie“ und „Jeeves and Wooster“ (beide ebenfalls empfehlenswert!) drehen wird – und natürlich seine Romane und Autobiographien schreiben wird. Aber davor werden bestimmt noch einige C’s zu bewältigen sein.

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