Wer Hypnotisches lesen will…

… sollte sich einmal die britische Schriftstellerin Deborah Levy vornehmen. Ihre Sätze wirken auf den ersten Blick kurz, wie hingeworfen, doch sind es starke Bilder, die sie dem Leser so lakonisch vorwirft. Und es sind Bilder mit Sogwirkung:

After a while she makes herself what she calls a Pina Colada (some sort of milkshake), lies on the bed and sobs to a CD. It’s hard to believe that that small silver disc can spin her to the other side and back.

In ihrem Kurzgeschichtenband Black Vodka schreibt Levy über Identität, über Brüder, die ihre Schwestern plötzlich nicht wiedererkennen, über Waisen, die sich selbst definieren müssen, über eine Frau, die ihren Mann nicht mehr versteht, als er ihr eine Mikrowelle schenkt. Die Personen in ihren Geschichten kreisen beständig umeinander, um diese Identitäten wiederzufinden – und der Leser wird in diesen Strudel mitgezogen.
Auch in ihrem neuesten Roman Swimming Home ist sich niemand ganz sicher, wer Kitty Finch, der Fan, der die Familie um Dichter Joe belagert, eigentlich ist. Nur eines ist klar: die Enthüllung ihrer Identität wird nicht ohne Folgen für die Familie bleiben… Ich habe den Roman gerade bestellt und bin gespannt, ob er die gleiche Sogwirkung wie Levys Kurzgeschichten entfaltet!

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