Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte – Teil 1

„Mystik“ und „China“ sind sicher zwei Worte, die schon seit jeher miteinander verbunden waren. Ein neues Licht auf diese Beziehung werfen seit den Siebziger Jahren die Alienforscher und Präastronautiker, die davon ausgehen, dass bereits antike Kulturen Besuch von Außerirdischen hatten. Insgesamt drei Mal war Peter Krassa – einer dieser Parawissenschaftler und glühender China-Fan – in China unterwegs, um dort mystische Orte aufzusuchen, die von präastronautischen Spuren zeugen. Auch wenn man sich nicht für Außerirdische interessiert, findet man in dem im Zuge seiner Reisen entstandenen Buch „Sie kamen aus den Wolken“ doch beeindruckende Zeugnisse der alten, fortschrittlichen Kultur Chinas versammelt.

So gab es zum Beispiel bereits im 2. Jahrhundert vor Chr. einen „Automaten“, der gegen Münzeinwurf Pinsel und andere Schreibutensilien zum täglichen Gebrauch ausgab. Auch eine Art Seismograph ist verbucht, eine Art Kessel, auf dem kupferne Drachen mit Kugeln in den Mäulern angebracht waren. Kam eine Erdbebenwelle an, so öffnete der Drache, der der Welle am nächsten war, sein mechanisches Maul und ließ die Kugel herausfallen. Die damaligen Wissenschaftler konnten anschließend genau bestimmen, wo das Erdbeben herkam und wo sein Epizentrum lag. Klingt alles zu fantastisch, um wahr zu sein? Nun, man muss bedenken, dass sich anerkannte Forscher für diese Erkenntnisse verbürgt haben. (Im Übrigen scheint auch die Alienforschung in China mehr Anklang zu finden als hierzulande.)

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Der Seismograph zur Früherkennung von Erdbeben

Aber zurück zu Peter Krassas Reiseberichten: Auf seiner ersten Reise besuchte Krassa die rätselhaften Pyramiden Chinas in der Nähe von Xi’an – dort, wo vor einigen Jahrzehnten auch die gewaltige Terrakottaarmee ausgegraben wurde. Lange Zeit hatte man von der Existenz dieser Pyramiden nichts gewusst – was wohl auch wieder verdeutlicht, wie sehr sich dieses Land noch bis in die Achtziger hinein von der Welt abschottete. Tatsächlich ähneln die chinesischen Pyramiden denen Südamerikas – sie laufen nicht spitz nach oben zu, sondern sind abgeflacht. Forscher spekulieren, dass auf diese Plateaus einst Schauplätze kultischer Handlungen waren. In einer dieser Pyramiden soll sogar der legendäre Kaiser Qin Shi Huang begraben sein, doch aus unerfindlichen Gründen hat die chinesische Regierung bis heute nicht die Zustimmung zur Öffnung der Pyramide gegeben.

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Die legendäre Pyramide, in der Qin Shi Huang begraben sein soll – leider von der Vegetation überwachsen. (www.travelchinawith.me)

Doch nicht nur die Bauwerke Chinas, sondern auch seine zahlreichen Mythen interessieren Peter Krassa. Wie in vielen Mythen geht es auch in den chinesischen oft um die Entstehungsgeschichte des Volkes. Während einige die Altbabylonier, Ägypter oder Inder als Vorfahren der Chinesen sehen, hat Krassa einen ganz anderen Ansatz: Er nimmt die Bezeichnung „Himmelssöhne“, mit denen sich viele chinesische Herrscher titulierten, wörtlich, und hält Wesen von anderen Planeten, Außerirdische, für die Vorfahren des chinesischen Volkes. Das kann man nun finden, wie man will; allein die Schriftzeugnisse, die Krassa für diese These heranzieht, sind wie immer sehr faszinierend. Da ist von einem „strahlenden Ei“ die Rede, das vor Urzeiten auf die Erde herabkam (natürlich ein Raumschiff), von „Lichtstrahlen“, die eine Chinesin berührten, woraufhin sie den nächsten Kaiser gebar (eine künstliche Befruchtung durch Außerirdische).

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Der Himmelstempel für die Himmelsöhne in Peking. (www.wallpaperswide.com)

Krassa unterstützt seine Überzeugung durch eine nette kleine Anekdote, die sich ebenfalls im asiatischen Raum zugetragen hat: Einst besuchte ein Forscher die melanesische Insel Tanna, auf der die Eingeborenen einen „Gott“ namens „John Frum“ verehrten. Im Verlauf seiner Forschungen fand er heraus, dass sich der Name auf einen amerikanischen Piloten bezog, der im Zweiten Weltkrieg wohl auf der Insel gestrandet war. Seitdem verehrten ihn die Ureinwohner; sie schrieben sich sogar die Buchstaben „USA“ auf den Rücken und bauten Flugzeuge aus Gras und Stöcken. Deren Gott war „aus den Wolken gekommen“ – wieso sollte man dies also für die Vorfahren der Chinesen ausschließen, fragt Peter Krassa völlig zu Recht. Oder mit den Worten von Yuan Ke: „Viele sind der Ansicht, dass Mythen eine Ausgeburt der Fantasie sind und mit der Wirklichkeit nichts gemein haben. Das ist ein schwerer Irrtum.“

(Teil 2 der „Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte“ folgt in Kürze.)

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