Leseimpressionen: Jean-Paul Sartre

Drei Uhr. Drei Uhr, das ist immer zu spät oder zu früh für alles, was man tun will.

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(www.t3n.de)

 

Man nennt das, wenn ich mich recht erinnere, die Unumkehrbarkeit der Zeit. Das Gefühl des Abenteuers ist vielleicht ganz einfach das der Unumkehrbarkeit der Zeit. Aber warum hat man es nicht immer? Ist die Zeit denn nicht immer unumkehrbar?

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(www.sonnenuhren-aus-stein.de)

 

Bequeme Vergangenheit! Vergangenheit im Taschenformat, kleines goldenes Buch voll schöner Grundsätze. „Glauben Sie mir, ich spreche aus Erfahrung, alles, was ich weiß, hat mich das Leben gelehrt.“ Hat das Leben es etwa übernommen, für sie zu denken?

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(www.dreamstime.com – Andreja Donko)

 

Es geschieht aus Faulheit, nehme ich an, daß die Welt sich von einem Tag zum anderen gleichbleibt. Heute sah es so aus, als wollte sie sich ändern. Und daher konnte alles, alles passieren.

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(www.fullyfeline.com)

 

Ich begriff, dass es keine Mitte gab zwischen der Nichtexistenz und dieser überschäumenden Fülle. Wenn man existierte, musste man bis dahin existieren, bis zum Verschimmeln, zur Aufgedunsenheit, zur Obszönität. [D]ie Existenz ist ein Nachgeben.

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(www.techeblog.com)

 

(aus: Jean-Paul Sartre: Der Ekel)

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