Je länger ich Übersetzung studiere…

...desto mehr wünsche ich mir den Vor-Babel-Zustand zurück. Kein stundenlanges Knabbern an einem Wort, kein grobes Nachbilden des Originals (wie wenn man Seifenblasen aus Bauklötzen nachbauen wollte), keine Verluste mehr, nur noch die "Reine Sprache"... (Der Turm von Babel - einer der hochtrabenden, arroganten Pläne der Menschen, die sich mit Bauklötzen tatsächlich umsetzen lassen.)

Mein Studium ist wirklich multikulturell. In Übersetzungstheorie sitzen Leute, die Serbisch, Albanisch, Schwedisch, Ungarisch und Polnisch können. Dann gibt es noch Studentinnen aus Slovenien, Finnland und eine, die von russisch-mexikanischen Eltern erzogen wurde. Und heute hat eine Russin ein Referat über Byron's Childe Harold gehalten. Ein Beispiel dafür, wie sich Englisch mit russischem Akzent anhört: … weiterlesen